Die Vernunft, in einem weiten Sinn, der Selbstbewusstsein und Reflexion über das Wesen und den Zweck unserer eigenen Existenz einschließt, drängt uns also doch zu umfassenderen Interessen als der Qualität unserer Existenz, mithin dazu, ethisch zu handeln. Peter Singer wurde hierzulande hauptsächlich durch seine Äußerungen bzgl. ): In der dritten Auflage kommt ein fünfter Fall zum Thema Klimawandel hinzu, und zwar einer unbefugten Besetzung eines Kohlekraftwerks durch, Animal Liberation. Als Grund dafür, warum man überhaupt den Schritt der Universalisierung tun sollte, gibt Singer schlussendlich ein aufgeklärtes Eigeninteresse an, dass indirekt über den ethischen Standpunkt zum eigenen Glück führt. Welche Position besetzt Peter Singer? Frage des Textes: Zwei Prämissen: Wie sind die moralischen Implikationen angesichts des Hungers in der Welt? … Singers Ethik wird kontrovers diskutiert und hat auch außerhalb von philosophischen Fachpublikationen Reaktionen provoziert. Er begründet dies mit der hohen Komplexität dieser Fragestellung und verweist darauf, dass schon allein der Schmerz der Tiere in der modernen Gesellschaft eine umfassende Änderung des Verhaltens gegenüber Tieren verlangt. Peter Singers kontroverse Haltung zu Abtreibungen erklärt sich anhand des von ihm vertretenen (Präferenz-)Utilitarismus. Im Ergebnis vertritt er, ähnlich wie in dem Kapitel Arm und reich, die Meinung, dass drastisch mehr Flüchtlingen geholfen werden muss, auch wenn dies eine Verminderung des in den Industrienationen üblichen Luxus bedeutet. Dabei unterscheidet Singer zwischen zivilem Ungehorsam, Gewalt gegen Sachen und Gewalt gegen Lebewesen. Doch es ist, nach Singer, kein plausibles ethisches Prinzip vorstellbar, das die reichen Länder zur Rechtfertigung ihres hohen Treibhausgasausstoßes heranziehen könnten. Singer unterscheidet drei Kategorien von Wesen: Eine Konsequenz dieses Ansatzes ist es, dass die Interessen aller leidensfähigen Tiere ebenso berücksichtigt werden müssen wie die Interessen von Menschen. In seinem 1979 erschienenen Buch Praktische Ethik bezieht Singer noch deutlicher Stellung und arbeitet seine Form des Präferenzutilitarismus allgemein aus und wendet sie auf verschiedenen Gebieten der angewandten Ethik an. Ob die Tötung eines empfindungsfähigen Lebewesens Unrecht ist, hängt nach Singer damit zusammen, ob das Wesen eine Person ist. [5], Sein 1975 in englischer Sprache erschienenes Buch Animal Liberation gilt als maßgebliches Werk der zeitgenössischen Diskussion über den moralischen Status von Tieren in der Tierrechtsbewegung und ethischen Diskussion. Handeln aus Pflichtbewusstsein, um der Moral selbst willen, ist zwar gesellschaftlich nützlich und lobenswert, bleibt so aber letztlich unbegründet. Singer holds his appointment at the Center jointly with his appointment as Laureate Professor at the University of Melbourne, attached to the School of Historical and Philosophical Studies. Das letzte Kapitel des Buches ist ein Beitrag zur philosophischen Debatte über Moralbegründung. Ethiker wie Donald Bagley Marquis versuchen, auch in solchen Fällen – gegen Singer – zu begründen,[10] dass Interessen zuzuschreiben und zu schützen seien. Singer verweist unter anderem auf Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation, denen zufolge durch die Klimaänderungen allein im Jahr 2004 zusätzlich 140.000 Menschen starben. Er irrt gewaltig. Weshalb das Töten eines Lebewesens unrecht ist, hängt nach Singer nicht von der Spezies (z. Stattdessen hängt die moralische Beurteilung einer Handlung für ihn von der jeweiligen Situation ab. erfülltes Leben führen können. Berücksichtigt man beim Verbrauch erschöpflicher natürlicher Ressourcen in angemessener Weise auch die Interessen aller künftigen Generationen und die aller empfindungsfähigen Wesen (Pathozentrismus), dann würde schon eine solche Ethik wirkungsvolle Argumente für „Umweltwerte“ liefern. Statt aber, wie Hume, mitfühlendes Empfinden als Moralbegründung zu akzeptieren, ersetzt er es, Buckle zufolge, unzulässigerweise durch den inkonsistenten Versuch einer am Eigeninteresse ausgerichteten rationalen Begründung. In der dritten Auflage nahm Singer das Kapitel wieder aus seinem Werk heraus. Praktische Ethik [Singer, Peter] on Amazon.com. Eine angemessene und ausreichend differenzierte Erörterung erschien Singer in dem Rahmen nicht möglich. Eine Auseinandersetzung mit Peter Singer, Freiburg 2007. So wird er unter anderen von Theologen und Interessenvertretern von Menschen mit Behinderung (vgl. Nach Singer gibt es keinen ethischen Grund, Interessen von Lebewesen nicht gleich zu behandeln. Befürchtet wurde insbesondere in Fachzeitschriften der Sonderpädagogik ein „Dammbruch des eigentlich Indiskutablen“ und die Etablierung der Position Singers als vertretbaren Standpunkt.[7]. Leider brauche ich eine Art Konterlektüre, dessen Inhalt und Aussagen ich mit denen Singers vergleichen kann. Dauerbrenner Ethik: Peter Singer und sein Präferenzutilitarismus. Gewalt gegen Personen ist nur in Extremfällen, wie zum Beispiel als Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus rechtfertigbar. Dabei müssen die Gründe, die man für Gewalt gegen empfindungsfähige Wesen anführt, generell gewichtiger sein als die für Sachbeschädigung. Peter Singers Eltern waren Wiener Juden, die nach dem „Anschluss Österreichs“ 1938 nach Australien auswanderten. Singers Ethik wird kontrovers diskutiert und hat auch außerhalb von philosophischen Fachpublikationen Reaktionen provoziert. Allerdings könne es moralisch gerechtfertigte Tierversuche geben, nämlich, wenn als Resultat dieser Versuche mehr Leid verhindert wird (und damit mehr Präferenzen der Leidvermeidung erfüllt werden) als durch die Versuche selbst entsteht. So mag beispielsweise die Schaffung der Präferenz „Hunger“ akzeptabel erscheinen, wenn sie mit einer leckeren Mahlzeit belohnt und befriedigt wird. (38) (1) Leiden und Tod aufgrund von Nahrungsmittelmangel sind etwas Schlechtes (39) (2) (stark, Singer) Wenn es in unserer Macht steht Schlechtes zu verhindern, Eine Auseinandersetzung mit Peter Singer, Freiburg 2007. Die Tötung eines anderen Lebewesens verstoße, so Singer, im Allgemeinen gegen das Interesse des Lebewesens, weiterleben zu wollen, und sei daher in den meisten Fällen moralisch schlecht. Diese Teile des Buches würden bei ihm immer noch sehr große philosophische Unsicherheit hinterlassen. (38) (1) Leiden und Tod aufgrund von Nahrungsmittelmangel sind etwas Schlechtes (39) (2) (stark, Singer) Wenn es in unserer Macht steht Schlechtes zu verhindern, Normalerweise sind in etablierten, friedlichen Verfahren zustande gekommene Urteile zu akzeptieren, das gilt in besonderem Maß für demokratische Entscheidungen, die tatsächlich die Mehrheit repräsentieren. Seine Vorlesungen an Universitäten wurden gezielt gestört[PE2 5] und die Veranstalter durch Proteste zum Abbruch gezwungen. [2], Singer war lange Zeit ein Verfechter des Präferenzutilitarismus. So kann beispielsweise eine Person die natürliche. Juli 2020 2. [PE3 1] Treibhausgasemissionen bewirken, für den Verursacher unmerklich, weit entfernt Schaden. Peter Singer (Peter Albert David Singer, geb. Er selbst führt 20 bis 30 Prozent seines Einkommens an Oxfam und UNICEF ab. Es geht um ein kontinuierliches Identitätsbewusstsein über die Zeit hinweg, also eine „distinkte Entität in der Zeit“. Dem ersten fehlt jedoch, nach Singer, ein sinnstiftendes Ziel, der zweite wird oft an Unersättlichkeit scheitern. Viele Tierversuche stünden, so Singers Resultate, in keinem rational zu rechtfertigenden Verhältnis zum in Kauf genommenen Leid der Tiere. Weltarmut und Ethik 1 Andreas Vieth Peter Singer: Hunger, Wohlstand und Moral. In seiner Position zu Abtreibungen geht Singer aber noch einen umstrittenen Schritt weiter: Singer fragt, ob nicht auch Säuglinge mit schweren Krankheiten und o… Singers Ethik basiert auf einem utilitaristischen Ansatz, er hält daher „Rechte“ für wenig sinnvoll, es sei denn sie dienen als Kürzel um auf „fundamentalere moralische Prinzipien“ zu verweisen. Während im angelsächsischen Raum seine Position als eine legitime unter vielen aufgefasst wurde, gab es in Deutschland scharfe Reaktionen auf das Buch Praktische Ethik und auf Einladungen Singers nach Deutschland. 1999 berief man ihn als DeCamp Professor of Bioethics an das Center for Human Values der Princeton University. Peter Singer liefert in diesem Text an erster Stelle Beschreibungen darüber, was Ethik nicht ist und gibt uns dann Erklärungsversuche, was es ist und wie es verstanden werden soll. Auflage. Bei der letzten Inspektion (zwei Monate vorher) teilte ihm die Autowerkstatt mit, dass Reparaturen in der Höhe von 1500,- € bald notwendig sein werden. Letzteres würde etwa für komatöse Individuen nicht der Fall sein; auch die Zuschreibung von Interessen an Embryonen erscheint fraglich, andererseits aber auch, Embryonen prinzipiell keine Rechte zuschreiben zu können. Unklar bleibt für einige Kritiker der Status nicht artikulierter oder später erst artikulierbarer Interessen. 5. He is the Ira W. DeCamp Professor of Bioethics at Princeton University, and a Laureate Professor at the Centre for Applied Philosophy and Public Ethics at the University of Melbourne. Wenn die Entscheidung jedoch nicht die Mehrheit repräsentiert oder um die Mehrheit auf ein Unrecht aufmerksam zu machen oder – jedoch deutlich schwerer zu rechtfertigen – bei besonders großem Unrecht wie Völkermord auch gegen den offenkundigen Willen der Mehrheit kann Ungehorsam richtig sein. Ethik muß praxistauglich sein, das heißt, daß sie Anwendung in unserem täglichen Leben findet. Es gibt für ihn keine moralische Rechtfertigung für die Nicht-Berücksichtigung von Interessen. Praktische Ethik (Original: Practical Ethics) ist der Titel eines erstmals 1979 erschienenen Buches von Peter Singer, in dem er seinen präferenzutilitaristischen ethischen Ansatz skizziert und Schlussfolgerungen für Problemfelder angewandter Ethik begründet, darunter Tierethik, der Lebenswert von Embryos sowie weitere bioethische Themen. Singer präzisiert sie als Suche nach Gründen dafür, Urteile und Entscheidungen überhaupt anhand ihrer Universalisierbarkeit – vom Standpunkt des unparteiischen Beobachters aus – zu fällen und nicht allein anhand von Eigeninteresse, Ästhetik oder Etikette. Juli 1946 in Melbourne, Australien) ist ein australischer Philosoph und Ethiker. Zum Folgenden vgl. Insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde Singer für das Buch stark kritisiert. [PE3 2], Singer erörtert drei Ansätze festzulegen, wer in welchem Ausmaß seine Treibhausgasemissionen reduzieren sollte: Das Prinzip der Berücksichtigung historischer Emissionen, das Prinzip eines gleichen Pro-Kopf-Anteils an einer Aufnahmekapazität der Atmosphäre und das Prinzip einer Begrenzung von Luxus-Emissionen, während existenzsichernde Versorgungs-Emissionen erlaubt blieben. B. ob das Lebewesen ein Mensch ist oder nicht), sondern vom Bewusstseinszustand ab. 25.11.2001, 15.13 Uhr Icon: Twitter Inwiefern sind Singers Vorstellungen bezüglich der Ethik mit deutschem Recht vereinbar? Töten oder sterben lassen? In einer anthropozentrischen Sicht, wie sie in der abendländischen Tradition verbreitet ist, sind Menschen von zentraler oder sogar alleiniger Bedeutung. Ethik (1): Ethische Dilemmata 1. Frage des Textes: Zwei Prämissen: Wie sind die moralischen Implikationen angesichts des Hungers in der Welt? viele neue Denkanstöße und verändert vielleicht auch die Sicht auf manche Themen. Und Singer möchte eine Ethik liefern, die für den modernen Menschen praktikabel ist. Praktische Ethik (Original: Practical Ethics) ist der Titel eines erstmals 1979 erschienenen Buches von Peter Singer, in dem er seinen präferenzutilitaristischen ethischen Ansatz skizziert und Schlussfolgerungen für Problemfelder angewandter Ethik begründet, darunter Tierethik, der Lebenswert von Embryos sowie weitere bioethische Themen. Die Befreiung der Tiere, nationalsozialistischen Euthanasieprogramme, Mein Großvater. Allein die Auffassung, dass man Fremden nicht schaden dürfe, bedeutet, so Singer, eine Verpflichtung, das bisherige Vorgehen zu stoppen und für schon entstandenen Schaden aufzukommen. Eine ausschließlich auf dem Präferenzutilitarismus beruhende Position sieht er nach Überarbeitung der dritten Auflage nun nicht mehr als eine zufriedenstellende Lösung für dieses Dilemma an. Gespräch mit Peter Singer: "Nicht alles Leben ist heilig" Singers 1975 erschienenes Buch "Befreiung der Tiere" verkaufte sich mehr als eine halbe Million Mal und begründete die Tierrechtsbewegung. Umstritten ist er wegen seines Personenbegriffs. Utilitarismus Ziel: größtmögliches Glück für die größtmögliche Zahl an Menschen zu erreichen - Bewertung der Handlung nach ihren Folgen Zur Gefährdung der Diskussionsfreiheit in der Wissenschaft. Auch bei der Fähigkeit, Schmerz und Wohlergehen zu empfinden, seien entsprechende Präferenzen (Schmerz zu vermeiden und Wohlergehen zu erreichen) zuzuschreiben, was insbesondere auch Tiere mit solchen Fähigkeiten in dieses utilitaristische Kalkül einbezieht. Darunter fällt für Singer in Anlehnung an Jeremy Bentham bereits die Eigenschaft, Schmerz empfinden zu können, womit dann die Zuschreibung einer Präferenz entsprechender Schmerzvermeidung korreliert. Ethik muß praxistauglich sein, das heißt, daß sie Anwendung in unserem täglichen Leben findet. [4] Bekannt ist Singer für seine Ausarbeitung des von ihm vertretenen Ethikansatzes und für dessen vielfältige Anwendungen, unter anderem in diversen Fragen der Bioethik. Peter Singer glaubt, im Namen der Ethik die Grenzen des Menschseins neu definieren zu können. Die Titelfrage ist eine Variation der Leitfrage dieser Debatte, die erstmals von Bradley aufgeworfen wurde. dessen Bewertbarkeit). Peter Singer wurde hierzulande hauptsächlich durch seine Äußerungen bzgl. Singer spricht daher von „Speziesismus“. Juli 2011, https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Peter_Singer&oldid=205463088, Hochschullehrer (Monash University, Melbourne), „Creative Commons Attribution/Share Alike“, Singer, Peter Albert David (vollständiger Name), Peter-Singer-Preis für Strategien zur Tierleidminderung (2015). So ist beispielsweise die Fähigkeit, Schmerz zu empfinden, gekoppelt mit dem Interesse, keine Schmerzen zu erleiden. Ob die Tötung eines empfindungsfähigen Lebewesens Unrecht ist, hängt nach Singer damit zusammen, ob das Wesen eine Person ist. Außerdem wehrt er sich gegen Vergleiche seiner Position mit den Taten in der Zeit des Nationalsozialismus.[5]. Er vergleicht die Handlungsweise der reichen Länder in ihrer massiven Wirkung mit einem Angriffskrieg gegen die bedrohten Menschen. unter dem Gesichtspunkt, dass im Falle wirtschaftlichen Überflusses ein Nicht-Spenden dem Sterben-Lassen gleichkomme. Leider brauche ich eine Art Konterlektüre, dessen Inhalt und Aussagen ich mit denen Singers vergleichen kann. Es wurden zudem Zitate verbreitet, die nicht von Singer stammen. Als Utilitarist glaubt Singer nicht an die Existenz von (Menschen/Lebens-)Rechte an sich, die immer zu beachten wären. Dahm Medizinethik 3 1. Ob Anhänger von Singer oder nicht - dieses Buch ist ein Muss für jeden, der sich mit Ethik … [8] Außerdem führt er die Angriffe auf seine Person und Thesen darauf zurück, dass bestimmte normative Vorgaben für seine Kritiker nicht in Frage zu stellen seien, etwa solche, welche sich aus religiösen Überzeugungen speisen, beispielsweise, wenn Menschen, nicht aber Tieren eine Seele zugesprochen wird. Diese Hausarbeit stellt eine Zusammenfassung von Peter Singer, Praktische Ethik, 1994, Reclam Stuttgart, dar. Stuttgart 1984, S 251ff . veröffentlicht worden. Es ist, nach Singer, absurd, in diesem Fall kleine Schäden unbeachtet zu lassen. In der zweiten Auflage von Praktische Ethik schildert Singer die Debatte im Kapitel Wie man in Deutschland mundtot gemacht wird aus seiner Sicht. In seiner Position zu Abtreibungen geht Singer aber noch einen umstrittenen Schritt weiter: Singer fragt, ob nicht auch Säuglinge mit schweren Krankheiten und o… Verfasse - ausgehend vom FAZ-Interview - einen kurzen biographischen Steckbrief und skizziere seine Position zu wichtigen, aber schwierigen ethischen Fragen. Der australische Philosoph und Ethiker Peter Albert David Singer ist einer der Begründer der modernen Tierethik und war lange ein Verfechter des Präferenzutilitarismus. Franz Christoph) kritisiert. ich arbeite derzeit an meiner Facharbeit in Philosophie, hauptsächlich Peter Singer und seiner Stellung zur Abtreibung in seinem Buch "Praktische Ethik". [PE3 4], Singer sieht bei Fragen nach dem richtigen Umgang mit Natur besonders deutlich verschiedene moralische Wertvorstellungen zutage treten. Für eine ausführlichere Diskussion vgl. Während im angelsächsischen Raum seine Position als eine legitime unter vielen aufgefasst wurde, gab es in Deutschland scharfe Reaktionen auf das Buch Praktische Ethikund auf Einladungen Singers nach Deutschland. Peter Singers Prinzip der Moral Peter Singer will es einfach halten. Als Utilitarist glaubt Singer nicht an die Existenz von (Menschen/Lebens-)Rechte an sich, die immer zu beachten wären. An deutschen Universitäten wurden darum Veranstaltungen, die Singers Thesen zum Gegenstand der philosophischen Diskussion machen wollten, gestört, verhindert und die Veranstalter bedroht. Peter Singer: Eine direkte Antwort auf diese Frage führt wahrscheinlich zu Missverständnissen. [2], Singer ist seit 1968 mit Renata Diamond verheiratet. [2] Der australische Philosoph Stephen Buckle schreibt der Praktischen Ethik zu, dass sie klar argumentiere und eine bemerkenswerte eigene Sicht auf eine Reihe von Themen vertrete. Indem Singer das Eigeninteresse an den Anfang stelle und ihm die Vernunft unterordne, folge er Hume. Peter Singer, Praktische Ethik. Stuttgart 1984, S 251ff . Eine Verdopplung der Kontingente könnte, so Singer, für die Bevölkerung sogar von Nutzen sein. Daher ist es für Singer möglich, auch im Motiv des Eigeninteresses nach Gründen für moralisches Handeln zu suchen. Schlegel, Alexander, Die Identität der Person. 3.8 Tierethik 3.9 Abtreibung und Infantizid 3.10 Euthanasie. [3][PE3 10]. Singer, Peter: Praktische Ethik, Töten: Euthanasie (Kap. „Gerade wenn man die Praktische Ethik von Peter Singer betrachtet, finden sich da Gedankengänge, die Hoches sehr ähnlich sind. Peter Singer ist ein sehr kontrovers diskutierter Philosoph der Neuzeit. Andererseits ist es nicht erstrebenswert, Kopfschmerzen zu bekommen, auch wenn ein Mittel gegen diese bereitsteht und somit das Verlangen nach Beenden der Schmerzen erfüllt werden kann. Dies würde dann dazu führen, dass eine Person mit Behinderung ab und zu anders zu behandeln sei als eine Person ohne Behinderung. z.B. Als bedeutsamste Änderung bezeichnet er in seinem Vorwort zur dritten Auflage ein Überdenken seiner früheren Position zur Fragestellung, ob die Entstehung eines neuen Lebewesens – sei es ein menschliches oder nichtmenschliches – in irgendeinem Sinne das Ende eines gleichen Lebewesens, das getötet worden ist, zu kompensieren vermag. Die britischen Philosophen Roger Crisp und Tim Chappell nahmen es als „einflussreiche Sammlung utilitaristischer Erörterungen verschiedener praxisbezogener Themen“ in die Bibliographie der Routledge Encyclopedia of Philosophy zum Thema Utilitarismus auf. Januar 2017 by Christian Weilmeier. Ethik (1): Ethische Dilemmata 1. Eine Zusammenstellung der Reaktionen auf Singers Ethik und eine Chronologie der öffentlichen Diskussion ist unter dem Titel Peter Singer in Deutschland. Da sämtliche Seitenangaben dieser Arbeit auf dieses Werk in der genannten Ausgabe bezug nehmen, wird in … Auflage. Peter Singer liefert in diesem Text an erster Stelle Beschreibungen darüber, was Ethik nicht ist und gibt uns dann Erklärungsversuche, was es ist und wie es verstanden werden soll. [PE3 3], Hinsichtlich individueller Pflichten führt Singer an: Die Wirkung individueller Emissionsminderungen ist zwar scheinbar gering und von niemandem bemerkbar. Fall : Herr K. will sein Auto, einen 6 Jahre alten Passat Kombi, verkaufen. Albert Schweitzers Argumente für eine mit einer „Ehrfurcht vor dem Leben“ verbundene Ethik sind für Singer unverständlich, der gleiche Standpunkt ließe sich gegenüber künstlichen Dingen einnehmen. Praktische Ethik (Original: Practical Ethics) ist der Titel eines erstmals 1979 erschienenen Buches von Peter Singer, in dem er seinen präferenzutilitaristischen ethischen Ansatz skizziert und Schlussfolgerungen für Problemfelder angewandter Ethik begründet, darunter Tierethik, der Lebenswert von Embryos sowie weitere bioethische Themen. 15. Fall : Herr K. will sein Auto, einen 6 Jahre alten Passat Kombi, verkaufen. Zum Folgenden vgl. [PE3 7], Singer skizziert zwei amoralische Charaktertypen: den impulsiven, asozialen „Psychopathen“, der sich nur an eigenen, kurzfristigen Vergnügungen orientiert, und den „klugen Egoisten“, der zwar langfristige, aber auch nur unmittelbar eigene Interessen verfolgt. Peter Singers kontroverse Haltung zu Abtreibungen erklärt sich anhand des von ihm vertretenen (Präferenz-)Utilitarismus. H. L. A. Harts Kritik, dass für einen Utilitaristen Personen ebenso ersetzbar sein müssten, begegnet Singer folgendermaßen: Das Erschaffen von neuen Präferenzen ist selbst dann, wenn diese erfüllt werden, im Allgemeinen weder gut noch schlecht. Während im angelsächsischen Raum seine Position als eine legitime unter vielen aufgefasst wurde, gab es in Deutschland scharfe Reaktionen auf das Buch Praktische Ethikund auf Einladungen Singers nach Deutschland. [4], Auf einige Kritikpunkte der ersten Auflage geht Singer genauer ein. November 2020 um 03:23 Uhr bearbeitet. Eine Berücksichtigung der Spezies bei der Interessenabwägung ist unberechtigt. ich arbeite derzeit an meiner Facharbeit in Philosophie, hauptsächlich Peter Singer und seiner Stellung zur Abtreibung in seinem Buch "Praktische Ethik". Zivilen Ungehorsam sieht er sehr oft als gerechtfertigt an. Franz Christoph) kritisiert. Tiefenökologische Überzeugungen, die auch Leblosem einen Wert zusprechen, lehnt Singer ebenfalls ab. Eine Bevorzugung allein auf Grund einer Spezieszugehörigkeit bezeichnet er als „Speziesismus“, der sich moralisch nicht rechtfertigen ließe. [PE2 2] Dies ist konstitutiv für seinen ethischen Ansatz. [PE3 8] Eine naheliegende Lösung ist die ethische Sichtweise, die uns verhilft, unsere nach innen gerichteten Interessen zu überwinden. In Writings on an Ethical Life hat er daher versucht, seine Ansichten knapp zusammenzufassen. Praktische Ethik Peter Singer 3.1 Konzeption der Ethik 3.2 Prinzip der gleichen Interessenabwägung 3.3 Begriff der Person 3.4 Präferenzutilitarismus 3.5 Totalansicht 3.6 Vorherige-Existenz-Ansicht 3.7 Ist Töten Unrecht? Zu den Konsequenzen dieser Argumentation zählt die moralische Empfehlung eines Boykotts von Produkten aus nahezu allen Formen der Tierhaltung, insbesondere aber der Massentierhaltung (zum Beispiel durch Vegetarismus oder Veganismus). Umstritten ist er wegen seines Personenbegriffs. Er definiert den Begriff „Person“ als ein sich seiner selbst bewusstes Wesen, das Schmerz und Lust empfinden kann und zukunftsdenkend ist. Sie gehört als metaethische Frage nicht in die gleiche Kategorie von Fragen wie „Lässt sich eine Abtreibung rechtfertigen?“ oder „Haben Tiere Rechte?“, welche die Ethik zu beantworten versucht, sondern ist eine Frage zur Ethik an sich. [PE3 5]. In … Singer was made a Companion of the Order of Australia (AC) in … Singer stellt fest, dass die gängige Trennlinie an der Stelle der Geburt, dem Vorhandensein eines Bewusstseins oder der eigenständigen Lebensfähigkeit in Bezug auf das Tötungsverbot keine ethische Bedeutung hat, da sie eine unscharfe und oft unbegründete Grenzziehung darstellt. In The Point of View of the Universe (2014) untersuchte er die am klassischen hedonistischen Utilitarismus ausgerichteten Positionen Henry Sidgwicks, verteidigte sie schließlich größtenteils und schloss sich der hedonistischen Sicht des klassischen Utilitarismus an. Es müssen dabei verschiedene mögliche Konsequenzen abgewogen werden: das Ausmaß des Unrechts, die Folgen der verbotenen Handlung, die Gefahr, dass die Achtung vor Gesetz und Demokratie drastisch sinkt, oder auch die Risiken konterproduktiver Folgen für den angestrebten Zweck. Peter Singer ist, obwohl durchaus beliebt in der Tierethik, aufgrund seiner Ansichten den Präferenzutilitarismus betreffend schon oft auf harte Kritik gestoßen. Er verlor drei seiner Großeltern im Holocaust. Die Zugehörigkeit zu einer Spezies dürfe nach ihm aber für sich selbst keine moralische Relevanz haben. Doch dann könne man statt des Eigeninteresses ebenso gut einen Universalismus an den Anfang der Überlegungen stellen. Singer was made a Companion of the Order of Australia (AC) in 2012. Peter Singer nun ist ein Philosoph - kein Romanschreiber oder Populärwissenschaftler wie Isau, Brown oder Dawkins. Diese Seite wurde zuletzt am 12.